dieses mal: Franz Wimmer
Fritz Koenigs GANSLBERG III:
Die Afrikahalle am Rande der Waldkoppel
Ende der 1970er Jahre führte der Bau der neuen Autobahn von München nach Deggendorf zum Verlust eines großen Teils von Koenigs Waldkoppel, verbunden mit einer nicht unerheblichen Belästigung durch den dauernden Verkehrslärm.
Um dem Wohnhaus einen gewissen Schutz vor dem Geräuschpegel zu gewähren, wurden am Rand der Waldkoppel von Koenig, zusammen mit dem Architekten Joachim Zangenberg, zwei Holzhallen, mit je 22 Metern Länge und 14 Metern Breite, errichtet: Eine stützenfreie Rosshalle als überdachter Bewegungsraum für die Pferde und spiegelbildlich dazu findet sich eine gleich große, dreischiffige, fast sakral wirkende, „Afrikahalle“ später so genannt. Der landesübliche Pfettendachstuhl wurde unterstützt durch jeweils sieben Pfeiler. Die Halle benützte Koenig zur Aufstellung und Präsentation seiner umfangreichen Sammlungen afrikanischer und anonymer Kunst, deren Anfänge bereits in seine Studienzeit zurückreichen.
Die Afrikahalle wurde durch ein großes, raumhohes Fenster an der Giebelseite des Baues belichtet, zwei Schiebetore ermöglichten zusätzliches Licht und eröffneten den Bezug zur Waldkoppel. Auf der sich vor den Hallen seine Pferde und zeitweise bis zu 40 Pfauen frei zwischen Koenigs Skulpturen bewegten.
F.W. Okt. 2025
